Mit der Veröffentlichung der Studie findet ein wichtiger Zwischenschritt in der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt ihren Abschluss. Wir kennen heute noch nicht alle Antworten auf die Fragen, die sich aus den Erkenntnissen der Studie ergeben.
Wir werden uns jetzt vertieft mit den Ergebnissen und Empfehlungen der Studie auseinandersetzen.
Ziel ist es, allen Interessierten im und um den VCP die Möglichkeit zu geben, die Studie kritisch zu lesen und mit der Verbandsleitung sowie Expert*innen den Dialog fortzuführen.
Nach zweieinhalb intensiven Jahren ist der wissenschaftliche Aufarbeitungsprozess zur Geschichte sexualisierter Gewalt im VCP abgeschlossen.
Die Studie beleuchtet den Zeitraum von 1973 bis 2020 und untersucht alle abgeschlossenen Interventionsfälle.
Im Mittelpunkt stehen die Belange von Betroffenen sexualisierter Gewalt sowie die kritische Auseinandersetzung mit der Kultur des Schweigens innerhalb unseres Verbandes.
Die zentralen Fragestellungen der Studie waren unter anderem:
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Wie lässt sich das Phänomen sexueller Missbrauch im VCP von 1973 bis 2020 beschreiben?
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Wer waren die Täter_innen? Gab es Täter_innennetzwerke?
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Welche kulturellen und strukturellen Faktoren haben sexuellen Missbrauch im VCP begünstigt?
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Wie sind Verantwortungsträger_innen mit Täter_innen und Betroffenen umgegangen?
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Wie ist dieser Umgang im gesellschaftspolitisch-historischen Kontext und aus heutiger Perspektive zu bewerten?
