Seminar: Personalführung im Jugendverband (3 Termine) – Start 21.10.25

Als Ehrenamtliche*r in Jugendverbänden, Trägervereinen und Jugendhilfeeinrichtungen leitet man oft nicht nur ehrenamtliche Teams an, sondern führt auch angestelltes Personal, z.B. die Geschäftsführung, Referent*innen oder Verwaltungskräfte. Für diese anspruchsvolle Aufgabe braucht man eigene Ziele und gutes Handwerkszeug. Das Seminar findet in 3 Teilen (Grundlagen und Vertiefung) statt.

Teil 1 | 22. Oktober 2025 | 18:00-21:00 ONLINE
Grundlagen der Personalführung, wie Kernaufgaben von Führung, Entscheidungsbefugnisse und strategische Planung der Personalentwicklung

Teil 2 | 29. Oktober 2025| 18:00-21:00 ONLINE
Besonderheiten ehrenamtlicher Führung von hauptamtlichem Personal

Teil 3 | 5. November 2025 | 18:00-21:00 PRÄSENZ in Potsdam!
Besprechung von Fallbeispielen

Zielgruppe
Diese Veranstaltung ist offen für Teilnehmer*innen aus Brandenburg und Berlin. Das Angebot richtet sich vor allem an Ehrenamtliche. Es eignet sich jedoch auch als Einstiegsangebot für Hauptamtliche.

Referent: Steffen Adam, Projekt- und Organisationsberater

Anmeldung

Die Ergebnisse der 56. Bundesversammlung

Liebe Pfadis, Liebe Mitglieder, 

Am 27. – 29. Juni fand die 56. Bundesversammlung (BV) des VCP´s statt. Auch als VCP-BBB nahmen wir an der BV teil. Auf der BV wurden viele wichtige Anträge diskutiert und beschlossen. Der VCP-Blog fasst die Beschlüsse kurz zusammen in einem Blogeintrag

Die zusammengefassten angenommenen Anträge und die Ergebnisse der Genderwatch:

Antrag A1 Ergebnisverwendung (Angenommen)

Darum geht’s: Der Bundesvorstand wird ermächtigt, bereits bei der Erstellung des Jahresabschlusses 2025 Maßnahmen zur teilweisen oder vollständigen Ergebnisverwendung i.S.d. § 268 Abs. 1 HGB (d.h. Einstellungen in/Entnahmen aus Rücklagen) vorzunehmen.

Antrag A2 Änderung Schulungsrahmenkonzeption (Angenommen)

Darum geht’s: Der Antrag sieht eine Überarbeitung der Schulungsrahmenkonzeption des VCP vor, indem das Woodbadge-Training an die drei von WOSM definierten Rollen angepasst wird: Stammesführung (Woodbadge mit 2 Perlen), Landesebene (3 Perlen) und Bundesebene (4 Perlen), jeweils mit spezifischen Lerninhalten und Methoden. Ziel ist es, die Persönlichkeitsentwicklung erwachsener Mitarbeitender systematisch zu fördern und ihre Kompetenzen gezielt im Kontext ihrer Leitungsaufgaben weiterzuentwickeln.

 

Antrag A4 Konzept zur Abendgestaltung auf dem Bundeslager (Angenommen)

Darum geht’s: Der Antrag legt ein neues Konzept zur Abendgestaltung auf dem Bundeslager fest, das alle Altersgruppen einbezieht und alkoholreduzierte, attraktive Oasen als gemeinsame Treffpunkte schafft. Gleichzeitig werden der verantwortungsvolle Umgang mit Alkohol gestärkt, Ausschankzeiten begrenzt sowie Informations- und Schulungsangebote eingeführt, um den Schutz junger Teilnehmender zu verbessern und den Festivalcharakter des Lagers zu vermeiden.

 

Antrag A8 Strategische Schwerpunkte Wachstum (Angenommen)

Darum geht’s: Zum Erreichen der Wachstumsziele der Pfadfindung nach Bundesversammlungsbeschluss 2022 (Wachstum bis 2032) definiert der VCP nachfolgende 7 strategische Schwerpunkte.

  • Wirkungsvolles Wissensmanagement
  • Ranger und Rover im Verband halten und fördern
  • Junge Erwachsene im Verband halten und fördern
  • Unterstützung von Mitarbeiter*innen in den Stämmen
  • Erwachsene in die Stammesarbeit einbinden
  • Mehr Neugründungen
  • Markenkern definieren & Identität schaffen

 

Antrag A10 rdp Vision (Angenommen)

Darum geht’s: Die Bundesversammlung soll die Weiterentwicklung des rdp hin zu einer engeren, gemeinschaftlich getragenen Zusammenarbeit unterstützen und beauftragt den Bundesvorstand, sich für die Verabschiedung einer entsprechenden Vision einzusetzen. Diese Vision soll gemeinsame Grundlagen und Ziele formulieren, um das Pfadfinden in Deutschland nachhaltig zu stärken und kann im Sinne eines Konsenses mit anderen Mitgliedsverbänden angepasst werden.

Antrag A11 Jugendpolitisches Konzept des VCP (Angenommen)

Darum geht’s: Die Bundesversammlung soll die Weiterentwicklung des rdp hin zu einer engeren, gemeinschaftlich getragenen Zusammenarbeit unterstützen und beauftragt den Bundesvorstand, sich für die Verabschiedung einer entsprechenden Vision einzusetzen. Diese Vision soll gemeinsame Grundlagen und Ziele formulieren, um das Pfadfinden in Deutschland nachhaltig zu stärken und kann im Sinne eines Konsenses mit anderen Mitgliedsverbänden angepasst werden.

 

Genderwatch

Bei der Genderwatch 2025 der Bundesversammlung wurde zum dritten Mal untersucht, wie sich Redeanteile und Beteiligung nach Geschlechtern verteilen. Die Versammlung war mit 43 % sie/ihr-, 47 % er/ihm-Personen, 1 % they/them und 7 % ohne Pronomenangabe relativ ausgewogen zusammengesetzt. Eine positive Entwicklung zeigte sich bei den Antragsvorstellungen: Nur noch 23 % wurden ausschließlich von männlichen Delegierten eingebracht, während 31 % von weiblichen und 46 % gemeinschaftlich vorgestellt wurden. Von den 113 Redebeiträgen entfielen 57 % auf Männer, 32 % auf Frauen, 6 % auf Personen ohne Pronomen und 5 % auf Personen ohne Angabe. Hinsichtlich der Redezeit sprachen Männer mit 54 % zwar weiterhin am meisten, doch ihr Anteil sank deutlich gegenüber dem Vorjahr (68 %), während der Anteil der Redezeit von Frauen auf 32 % stieg (2024: 25 %). Die Ergebnisse zeigen, dass geschlechtergerechte Beteiligung durch Transparenz, Bewusstsein und kontinuierliche Beobachtung gefördert werden kann – die Genderwatch wirkt dabei als ein wichtiges Instrument für nachhaltige Veränderung.

Abbildung 1: Zusammensetzung der Versammlung

Abbildung 2: Anteil der Redebeiträge

Gruppenstunde: „Mit den Augen hören?“ – Gebärdensprache ausprobiert…

Eine spannende Sippenstunde über Gebärdensprache. Hier gibt es nicht nur Spaß, sondern es wird auch über ein wichtiges Thema gelernt, und zwar Inklusion!

1. Allgemein

Alter/Stufe Anzahl der TN Ort Dauer Vorbereitungszeit
ab Jupfi 6-12 Draußen/drinnen 90 min ca. 30 min

2. Ziel

Sensibilisierung und kennenlernen einer weiteren Fremdsprache

Eine Statistik dafür: 19 % der deutschen Bevölkerung über 14 Jahre sind hörbeeinträchtigt. Bei einer Bevölkerungszahl für diesen Personenkreis von 70 Mill. sind das 13,3 Mill. (Quelle: https://www.schwerhoerigen-netz.de/statistiken/?L=0)

Wir haben auch einen weiteren Text zur Sensibilisierung, der durchgelesen werden kann. Der Text ist hier.

3. Material

Deutsches Fingeralphabet – https://de.wikipedia.org/wiki/Fingeralphabet#/media/Datei:Deutsche_Fingeralphabet.jpg

Buch mit Gebärdensprache für Anfänger aus der Bibliothek oder für Stamm anschaffen – Bsp.: https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1069247212?ProvID=15322706&gad_source=1&gclid=EAIaIQobChMIwLisqvrMiwMVepVQBh3H0gbWEAQYASABEgImSvD_BwE

Timer

Gitarre und Lied (vielleicht mit Bewegungen)

4. Durchführung

Nach der Begrüßung, einem Lied und der Abfrage nach Vorerfahrungen und Berührungspunkten mit Gebärden könnt ihr als Einstimmung folgendes Activity-Spiel spielen:

Wörter und Begriffe mit Pantomime erklären (www.pantomime-popkultur.de)

Spielvariante 1: 2 Mannschaften

Die Spielidee ist ganz einfach: Die Gruppe wird in zwei Mannschaften geteilt. Jede Mannschaft schreibt die zu ratenden Begriffe auf jeweils einen Zettel und faltet diese zusammen. Am besten eignen sich zusammengesetzte Substantive wie Schiffskabine, Fußballmannschaft, Telefonhörer oder Taschenlampe. Also handfeste Dinge, die es für eine pantomimische Darstellung einfach machen.

Die Zettel mit den Begriffen kommen auf zwei Haufen. Ein Spieler zieht einen Begriff der gegnerischen Mannschaft und erklärt ihn seiner Gruppe pantomimisch, also ohne Worte und Geräusche. Besonders reizvoll ist es, wenn die gegnerische Mannschaft weiß, um welchen Begriff es sich handelt.

Der Timer wird auf eine Minute gestellt (muss aber auch nicht). Dies erhöht den Druck und die Dynamik des Spiels. Die Mannschaft, die den Begriff in der vorgegebenen Zeit erraten hat, bekommt einen Punkt.

Spielvariante 2: Alle raten mit

Bei dieser Variante schreibt jeder Mitspieler einen zu erratenden Begriff auf einen Zettel. Diese werden gefaltet und auf einen Haufen gelegt. Der erste Mitspieler nimmt sich einen Zettel und erklärt den Begriff der Gruppe. Derjenige, der den Begriff errät, bekommt einen Punkt und ist als Nächster dran, sich einen Begriff zu suchen.

Schritt 1

Die Sipplinge bekommen kurz erklärt, was Gebärdensprache ist.

Dann wird ihnen das Fingeralphabet gezeigt, die Sipplinge versuchen nun gemeinsam alle Buchstaben zu lernen (siehe Bild). Als erstes sollte der Vorname als Wort erlernt werden. Nicht vergessen – die Mundbewegungen unbedingt immer zur Gebärde synchron machen.

Schritt 2

Nun können die Sipplinge versuchen sich gegenseitig Wörter zu buchstabieren. Dafür Macht ein Sippling die einzelnen Buchstaben vor und die anderen Sipplinge schreiben auf, am Ende kann dann aufgelöst werden, welches Wort es war.

Dies wird wiederholt bis alle Sipplinge mindestens einmal ein Wort buchstabiert haben.

Schritt 3

Nun kann sich das Buch für Gebärdensprache angeguckt werden. Die Sipplinge lernen nun Wörter in Gebärdensprache kennen.

Wichtig hier – Dinge nehmen, die oft benutzt werden (Sonne, Tee trinken, müde sein…)

Wenn einige Wörter besprochen wurden, kann versucht werden zusammen ein Satz zu bilden.

Schritt 4

Wenn noch Zeit übrig ist, können wieder Sätze in Gebärdensprache von einem Sippling gesagt werden und die anderen können erraten welche.

5. Tipps

Wiederholen hilft, also in weiteren Gruppenstunden oder auf einer Fahrt dranbleiben.

Es gibt großartige Poster für den Gruppenraum, die einfach bestellt werden können…

(Talking Hands Poster „Gebärden“ LUG – Marke: Persen Verlag)

Falls in der Elternschaft jemand Gebärdensprache erlernt hat, einfach mal einladen. Das wäre dann noch eindrücklicher…

Viel Spaß beim Ausprobieren der Gruppenstunde… Fabian und Jan

6. Download

Hier findet ihr die ganze Gruppenstunde mit allen Materialien als pdf.